Fachbegriffe aus der Ortsentwicklung

Abschreibung

siehe: Sonderabschreibung

Attika

Reicht eine Außenwand über den Dachrand hinaus, wird diese wandartige Erhöhung als Attika bezeichnet. Bei einer Flachdachneigung bis 5° soll die Anschlusshöhe von Dachbahnen min. 15 cm über Oberfläche Belag oder Kiesschüttung betragen, bei einer Flachdachneigung über 5° sind ca. 10 cm ausreichend. Die Abdichtungsbahnen werden im Normalfall bis zur Außenkante der Aufkantung hochgeführt und befestigt. Die jeweiligen Ausführungen der Anschlüsse sind in den Flachdachrichtlinien beschrieben.
Quelle: baunetzwissen.de

Aufenthaltsqualität

Kontext Ortsentwicklung. Einen interessanten, zum Stichwort "Aufenthaltsqualität" passenden Beitrag finden Sie in der Online-Enzyklopädie Wikipedia unter dem Begriff "Shared Space" (deutsch: etwa "gemeinsam genutzter Raum"

Ausblühung

(oder Effloreszenzen) sind Bauschäden, bei denen Salze sichtbar auf Bauteilen auskristallisieren. Die Ursache liegt meist in eindringender Feuchtigkeit, durch die Salze in mineralischen Baustoffe gelöst werden, die dann durch das Bauteil diffundieren (durchdringen) und an der Oberfläche abtrocknen. In ehemaligen Ställen und anderen Räumen mit Tierbestand können Ausblühungen auftreten, weil mineralische Bauteile mit dem Ammoniak (in der Urin Ausscheidung) aus der Raumluft reagieren ("Salpeter").

Baukörper

Ein Baukörper fasst das gesamte Volumen eines Bauwerkes zusammen, das sich innerhalb einer fest definierten Fläche (z. B. Grundstück) befindet. Die Gestalt des Baukörpers (Kubatur) wird dabei lediglich durch die Statik begrenzt.

Es besteht die Möglichkeit, den Gesamt-Baukörper in verschiedene Teil-Baukörper aufzutrennen, wobei die Abgrenzung zum Begriff Gebäudeflügel fließend ist.

Quelle: Wikipedia.de

Betonfertigteile

Ein Betonfertigteil oder Betonelement ist ein Bauteil aus Beton, Stahlbeton oder Spannbeton, das in einem Werk industriell oder auf der Baustelle vorgefertigt wird und nachträglich, oft mit einem Kran, in seine endgültige Lage versetzt wird. Betonfertigteile sind weit verbreitet und kommen in verschiedenen Bauarten zum Einsatz.

Quelle: Wikipedia.de

Braunfäule

tritt an Holzbauteilen auf und wird durch holzzerstörende Pilze hervorgerufen. Durch den Abbau von Zellulose verliert das Holz an Masse und Stabilität. Dabei färbt es sich dunkelbraun.

Dachabschluss

(...) Die Traufe bildet den Dachabschluss der Dachfläche. Dabei setzt sich die Traufe bautechnisch als auch baurechtlich aus unterschiedlichen Elementen oder Definitionen zusammen. Schon vor dem Bauen in der Planungsphase stellt die Traufe eine wichtige Größe dar. Aber auch später ist sie immer wieder im Mittelpunkt des Interesses des Hausbesitzers. (...)

Quelle: hausjournal.net

Dampfbremse /-sperre

Die Dampfbremse stellt, wie auch die Dampfsperre, die Luftdichtigkeit des Hauses her. Im Unterschied zur Dampfsperre wird die Dampfdiffusion jedoch nur "gebremst" (abgemindert) und nicht verhindert. Diese Diffusion ist ein sehr langsamer Vorgang und hat nichts mit Undichtigkeit zu tun.

Denkmal

Als Denkmal im ursprünglichen Sinn wird eine größere plastische Darstellung oder ein sonstiges Objekt bezeichnet, das zur Erinnerung an eine Person oder ein Ereignis geschaffen wurde. Im heutigen Sprachgebrauch zählen auch Bauwerke und natürliche Objekte mit besonderer Bedeutung zu den Denkmalen.

Denkmalfachbehörde

Bei den jeweiligen Landesämtern für Denkmalpflege (in einigen Bundesländern mit abweichenden Bezeichnungen) handelt es sich um Fachbehörden, die außerhalb der Hierarchie der Vollzugsbehörden stehen und dem jeweiligen Ministerium direkt nachgeordnet sind. Die Denkmalfachbehörden beraten Denkmaleigentümer und Denkmalschutzbehörden bei deren Entscheidungen. Das Maß der ihnen zugestandenen Einflussnahme auf denkmalrechtliche Entscheidungen ist je nach Bundesland unterschiedlich und reicht von reiner Beratung bis dahin, dass die Denkmalschutzbehörde nur im Einvernehmen mit der Fachbehörde handeln darf.

Denkmalliste

In Deutschland werden die anerkannten Kulturdenkmale in Denkmallisten aufgeführt. Allerdings stehen nicht unbedingt alle Kulturdenkmale in der Denkmalliste: Dies ist abhängig vom jeweiligen Bundesland und seinem Denkmalschutzgesetz (DSchG). So werden bewegliche Denkmale z. B. in manchen Bundesländern nur eingetragen, wenn es einen historisch begründeten Ortsbezug gibt.  Da der Denkmalschutz in Deutschland unter Kulturhoheit der Bundesländer fällt, gibt es für jedes Bundesland ein eigenes Denkmalschutzgesetz. Die genauen Regelungen zum Führen der Denkmalliste sind Teil des Denkmalschutzgesetzes und somit von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Denkmalpflege

Arbeiten, die zur Er- und Unterhaltung von Kulturdenkmalen notwendig sind. Dazu gehören geistige, technische, handwerkliche und künstlerische Maßnahmen.

Denkmalschutz

Rechtlicher Rahmen zum Schutz von Kulturdenkmalen und Sicherstellung der Denkmalpflege. Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass Kulturdenkmale dauerhaft erhalten und nicht verfälscht, beschädtigt, beeinträchtigt oder zerstört werden. Denkmalschutz ist Kulturgutschutz.

Denkmalschutzbehörde

Denkmalschutzbehörden sind Vollzugsbehörden, die Entscheidungen darüber treffen, ob ein Kulturdenkmal zerstört, beseitigt, versetzt, umgestaltet, Instand gesetzt oder in seinem Aussehen verändert werden darf. Denkmalschutzbehörden sind in den hierarchisch staatlichen Verwaltungsaufbau eingegliedert und haben meist einen zweistufigen (Untere und Oberste Denkmalschutzbehörde) oder dreistufigen Aufbau (Untere, Obere und Oberste Denkmalschutzbehörde). Die Oberste Denkmalschutzbehörde ist das zuständige Landesministerium, die obere Behörde i. d. R. das Regierungspräsidium/Bezirksregierung, die untere eine kommunale Körperschaft, i. d. R. ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt. Im Saarland und in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen gibt es abweichende Regelungen. Im Saarland ist die Denkmalverwaltung im Ministerium insgesamt zusammengefasst. In den Stadtstaaten ist sie zweistufig zwischen Staat und Bezirken verteilt.

Denkmalschutzgesetz

Als Teil der Kulturhoheit ist Denkmalschutz Ländersache. Dementsprechend gibt es in Deutschland 16 Denkmalschutzgesetze.

Dispersions-Silikatfarben

Dispersions-Silikatfarben sind anwendungsfertige, lagerstabile Fassadenfarben, die sich im Vergleich zu Zweikomponenten-Silikatfarben wesentlich einfacher verarbeiten lassen. Auch sie enthalten als Bindemittel Kaliwasserglas, dürfen aber neben Pigmenten und Füllstoffen auch organische Bestandteile bis zu einem Anteil von fünf Prozent haben. Weil der organische Anteil insgesamt gering ist, wird die Wasserdampf-Durchlässigkeit der Beschichtung nicht messbar beeinträchtigt. Hochwertige Dispersions-Silikatfarben sind wasserabweisend eingestellt und schützen dadurch den Untergrund vor bauschädigender Feuchtigkeit. Sie werden überwiegend auf mineralischen Untergründen eingesetzt. Zur Überarbeitung von alten Dispersionsbeschichtungen ist ein Voranstrich aus haftvermittelnder Grundierfarbe erforderlich.

Ensemble

Als Gebäudeensemble bezeichnet man in Architektur und Städtebau eine Gruppe von Gebäuden und Außenräumen, die im Zusammenhang eine besondere städtebauliche Qualität haben. Die Elemente funktionieren eigenständig, haben eigene Eingänge und Erschließungen, werden jedoch als Gruppe wahrgenommen (z. B. Straßenzüge, Plätze, Wohnquartiere). Sind die Gebäude aufgrund ihres Zusammenspiels schutzwürdig, greift der "Ensembleschutz", dabei brauchen die einzelnen Gebäude nicht gesondert unter Denkmalschutz zu stehen.

Ensembleschutz

s. Ensemble

Erbbaurecht

Gebäude und Grundstück werden rechtlich voneinander getrennt. Statt eines sofort fälligen Grundstückspreises zahlt der Käufer Erbbauzinsen für eine festgelegte Dauer Das Eigentum im Erbbaurecht ist vererbbar und übertragbar wie eine Immobilie mit Geunderwerb. Das Erbbaurecht ist zunächst auf die Dauer von 99 Jahren festgelegt. Da die Abschreibungsgrundlage durch den Nichtabzug des Grundstücks höher ist als bei einer vergleichbaren Immobilie ohne Erbbaurecht, erhält der Köufer hier steuerliche Vorteile.

Erhaltungsaufwand

Im Gegensatz zu Herstellungskosten umfasst der Erhaltungsaufwand die Instandsetzung, Modernisierung oder Erneuerung von bereits vorhandenen Gebäudeteilen, Einrichtungen oder Anlagen an einem Gebäude. Erhaltungsaufwand kann grundsätzlich im Jahr seiner Entstehung einkommenssteuerlich geletend gemacht werden. Hohe Erhaltungskosten können alternativ auf zwei bis fünf Jahre gleichmäßig verteilt (abgeschrieben) werden.

Fassade

Die Fassade (von frz.: façade, über ital.: facciata, ursprüngl. von lat.: facies: Angesicht) ist ein gestalteter, oft repräsentativer Teil der sichtbaren Hülle (Gebäudehülle oder Außenhaut) eines Gebäudes. Fassaden fertigt zumeist der Fassadenmonteur.

In der Architekturgeschichte bezieht sich der Begriff auf die Hauptansichtsseite oder Schauseite eines Gebäudes.[1] Das war in der Regel die Seite, die dem öffentlichen Stadtraum (Straße, Platz) zugewandt war. Die anderen Seiten der Gebäude waren oft schlichter ausgeführt. Bei Kirchen war zum Beispiel in der Regel die Westfassade, in England auch Schirmfassade genannt, am aufwändigsten gestaltet. Besonders bei freistehenden Bauwerken konnten jedoch auch mehrere oder alle Seiten des Gebäudes als gestaltete Fassade ausgeführt sein (z. B. La Rotonda). Man unterscheidet in der Regel nach Himmelsrichtungen. Die einzelnen Teile einer Fassade, wie zum Beispiel Fenster oder Blendsäulen, bezeichnet man als Fassadenelemente.

Im 20. und 21. Jahrhundert wird der Begriff Fassade auch für weniger repräsentative und aufwändige Gebäudeansichten gebraucht. Er bezeichnet nicht unbedingt eine bestimmte Ansicht, sondern das wesentliche Prinzip der Gebäudehülle. Die Bezeichnung bezieht sich auf die Gestaltung (z. B. Lochfassade), Funktion (z. B. Blendfassade), das Material (z. B. Glasfassade) und die Konstruktion (z. B. Vorhangfassade).

Der Begriff wird häufig synonym zu Außenwand verwendet. Es gibt jedoch tendenzielle Unterschiede. Spricht man von der Fassade, so geht es um die Ansicht und das wesentliche Prinzip der Gebäudehülle. Der Begriff wird in der Architektur verwendet, der Fokus liegt oft auf der Ästhetik, die Perspektive ist die des Betrachters. Der Begriff Außenwand dagegen bezeichnet das funktionale Bauteil, das den Außenraum vom Innenraum trennt. Außenwand ist ein eher technischer Begriff und impliziert häufig eine reizärmere Gestaltung.

Quelle: Wikipedia.de

Fassadengliederung

Gebäudefassaden werden zur optischen Gliederung horizontal und vertikal mit Elementen wie "Simsen", "Pilastern", "Lisenen", "Säulen" etc. eingeteilt, s. entsprechende Einzelbegriffe.

Fassadenöffnung

Zu den Fassadenöffnungen gehören Fenster, Haus- und Balkontüren.

Fassadenprogramm

Im Kontext mit der Ortsentwicklung in Velden, siehe "Fassadenprogramm"

Fassadenverkleidung

(...) Eine schicke Fassade macht das Haus zum Schmuckstück und dient außerdem der Dämmung. Eine breite Palette an Ausführungsvarianten steht für die Fassadenverkleidung zur Verfügung. Es gibt Fassadenverkleidungen aus Aluminium, Holz, Kunststoff oder Eternit. (...)

Quelle: hausjournal.net

Bei der Modernisierung oder Sanierung von Fassaden im Zusammenhang mit kommunalen Förderprogrammen wie dem Fassadenförderprogramm ist bei der Verkleidung von Fassaden auf die Förderbedingungen und ggf. das Einverständnis der Denkmalbehörde zu achten.

Fensterachsen

Als Achse bezeichnet man in Architektur und Städtebau eine gedachte Gerade, die durch ein Gebäudeensemble, einen Baukörper oder ein Bauteil gezogen werden kann und als Gestaltungs- und Ordnungsmittel benutzt wird.[1]

Eine Vertikalachse gliedert zum Beispiel die Ansicht eines Gebäudes, seine Fassade in zwei Hälften.

Als Horizontalachse bezeichnet man Achsen, die im Grundriss zu erkennen sind, zum Beispiel die Längsachse und Querachse einer Kirche.

Wird ein Objekt symmetrisch geteilt spricht man von einer Symmetrieachse. Mit dem Begriff der Fensterachse wird die Anzahl der senkrecht gegliederten Fensteröffnungen eines Gebäudes beschrieben. Auch in der planimetrischen Beschreibung von Erschließungen spricht man von Achsen (adj. axial), bzw. bei einem Richtungswechsel von Knickachsen (adj. knickachsig).

Flurstück

Ein Flurstück oder eine Parzelle (von lateinisch particula ‚Teilchen‘) ist in Deutschland ein amtlich vermessener und in der Regel örtlich abgemarkter Teil der Erdoberfläche. In Österreich auch als Grundstück bezeichnet, ist es in Flurkarten, Liegenschaftskarten sowie in Katasterbüchern und ‑plänen nachgewiesen. Das Liegenschaftskataster weist jedes Flurstück mit einer eigenen Flurstücksnummer bzw. Grundstücksnummer aus.

Ursprünglich bedeutete Flurstück nur das „mit einem Flurnamen benannte Stück Land“. Heute ist es der in Deutschland gebräuchliche Ausdruck für jedes vermessene geometrische Stück Land, dem als sachenrechtliches Objekt in der Regel ein Grundstück entspricht (es können aber auch mehrere Flurstücke zu einem Grundstück gehören).

In Österreich und der Schweiz ist die amtliche Bezeichnung Parzelle. In Deutschland wird dieses Wort (oder auch Katasterparzelle) nur noch selten und im amtlichen Sprachgebrauch überhaupt nicht benutzt.

Quelle: Wikipedia.de

Fördergebiet

Im Kontext mit der Ortsentwicklung Markt Velden, siehe: Fördergebiet

Gemeinschaftseigentum

Neben dem Grundstück umfasst das Gemeinschaftseigentum im Wesentlichen die Teile des Gebäudes, die für dessen Bestand oder Sicherheit erforderlich sind, sowie Anlagen und Einrichtungen, die dem gemeinschaftlichen Gebrauch aller Wohnungseigentümer dienen, wie tragende Bauteile, Grund- und Außenmauern, Dach, Treppenhaus und Räume, die nicht zu einer bestimmten Wohnung gehören (Waschküche, Fahrradabstellräume), außerdem die Außenanlagen.

Genossenschaft

Eine Genossenschaft ist ein Zusammenschluss von natürlichen beziehungsweise juristischen Personen, deren Ziel der Erwerb oder die wirtschaftliche beziehungsweise soziale Förderung ihrer Mitglieder durch einen gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb ist.

Quelle und weiterführende Informationen: Wikipedia.de

Geschäftsflächenprogramm

Im Kontext mit der Ortsentwicklung Markt Velden, siehe Geschäftsflächenprogramm

Geschoßband

Definition folgt.

Gesims
Fassade des Palazzo Rucellai, Gliederung durch Gesimse und Pilaster
Fassadengliederung durch Gesimse und Pilaster

Das Gesims, auch der oder das Sims, ist ein meist horizontales Bauglied, das aus einer Wand hervorragt. Ein Gesims dient zusammen mit senkrechten Architekturelementen wie Lisenen, Pilastern und Säulen der strukturbezogenen Gestaltung (Gliederung) von Wandflächen und Fassaden.

Funktion

Das Gesims ist ein altes und wichtiges Gestaltungsmittel der europäischen Architektur. Als Ursprung wird das Geison der griechischen Architektur der Antike angesehen.[2] In folgenden Epochen der Architekturgeschichte waren die Bedeutung und die Ausführung von Gesimsen starken Wechseln unterworfen, sie werden insofern auch mit Friesen verglichen.[1] Kurze, dekorative Gesimsabschnitte als Bekrönung über Türen und Fenstern werden auch als Verdachung bezeichnet. In der Modernen Architektur seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts verloren Gesimse ihre dekorative und gestalterische Bedeutung.

Neben der gestalterischen hatten Gesimse bei historischen Bauwerken auch eine konstruktive Funktion, als Schutz der unterhalb befindlichen Wand vor Witterungseinflüssen.[2] In diesem Zusammenhang ist ein Gesimsstein ein Formziegel, der in Gesimsen eingearbeitet wurde, beispielsweise als ein Nasenstein mit angearbeiteter Nasenform als Tropfkante.[3]

Quelle: wikipedia.de

Grafik: Von User:Rainer Zenz - Wilhelm Lübke, Max Semrau: Grundriß der Kunstgeschichte. Paul Neff Verlag, Esslingen, 14. Auflage 1908., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=218928

Giebelständig

Giebelständig und traufständig bezeichnen die Orientierung eines Gebäudes, bezogen auf eine erschließende Straße oder einen Platz.

Bei giebelständiger Bauweise steht der Giebel eines Gebäudes zur Straße hin. Der Dachfirst steht quer zu dieser. Ein derartig ausgerichtetes Gebäude wird auch als Giebelhaus bezeichnet.[1] Ein Giebeldach ist in diesem Zusammenhang ein Satteldach oder ein Krüppelwalmdach, dessen Giebel zur Gebäudefront gerichtet ist.[1] Der Gegenbegriff ist die traufständige Bauweise. Hier steht die Dachtraufe eines Gebäudes an oder parallel zur Straße. Der First verläuft dabei ebenfalls parallel zur Straße.

Die Begriffe werden in der Architektur und Stadtplanung verwendet, um Gebäude beziehungsweise ihre städtebauliche Situation abzugrenzen und zu typisieren. Sie treffen keine Aussage zur Erschließung des Gebäudes in dem Sinne, wo nun der Hauseingang liegt.

Giebelständige beziehungsweise traufständige Gebäude können zusätzliche Dachgauben oder Zwerchhäuser mit einem eigenen First haben, der rechtwinklig zum First des Hauptdaches steht. Maßgeblich ist die Firstrichtung des Hauptdaches. Die Begriffe werden nur verwendet, wenn ein dominierender Dachfirst zu erkennen ist, also nicht bei komplexen, aus Einzelformen zusammengesetzten Dachlandschaften, bei Zeltdächern oder bei Flachdächern. Eckgebäude können bezogen auf eine Straße giebelständig, bezogen auf die andere traufständig errichtet sein.

Giebelständige Bauweise gilt als typisch für die deutschen Straßenbilder der Gotik und der Renaissance, wobei dort auf die schmuckvolle Ausführung der oft hoch über den First hinausgeführten Stirngiebel großer Wert gelegt wurde.[1] Darüber hinaus gilt dies auch für viele Angerdörfer beispielsweise fränkischer Gründung, bei denen die Wohngebäude des Dreiseithofs giebelständig zum Anger ausgerichtet sind, während die Scheune im hinteren Bereich traufständig steht.

Im 17. und 18. Jahrhundert kam es verbreitet durch Umbauten und Aufstockungen zur Umwandlung von giebelständigen zu traufständigen Häusern und damit zum Verlust des charakteristischen Sägeprofils mittelalterlicher Städte.[2]

 

Quelle: Wikipedia.de

Granit

Granite (von lat. granum „Korn“) sind massige und relativ grobkristalline magmatische Tiefengesteine (Plutonite), die reich an Quarz und Feldspaten sind, aber auch dunkle (mafische) Minerale, vor allem Glimmer, enthalten. Der Merkspruch „Feldspat, Quarz und Glimmer, die drei vergess ich nimmer“ gibt die Zusammensetzung von Granit vereinfacht wieder. Granit entspricht in seiner chemischen und mineralogischen Zusammensetzung dem vulkanischen Rhyolith. Granit tritt gewöhnlich massig auf und kann durch horizontal und vertikal verlaufende Klüfte (dreidimensionales Kluftnetz) in Blöcke zerlegt sein, seltener ist Granit in der Nähe der oberen Grenze der Intrusion plattig ausgebildet.

Quelle: Wikipedia.de

Gründerzeit

Der Gründerzeitstil bezeichnet den durch industriellen und bürgerlichen Aufschwung geprägten Baustil einiger weniger Jahrzehnte vor allem des 19. Jahrhunderts (ca. 1870-1910). Er gehört zur Kunstepoche des Historismus, die im Zeichen der Nachahmung früherer Stilrichtungen stand.

Gurtgesims

Ein Gurtgesims ist ein zwischen den einzelnen Geschossen eines Gebäudes angebrachtes, umlaufendes Gesims.

Quelle: Duden.de

Hausbock

Der Hausbock (Hylotrupes bajulus) zählt zu den tierischen Holzschädlingen, die Holzbauteile in Gebäuden befallen. Als Trockenholzinsekt besiedeln die Larven nur verbautes Holz. Wegen der Gefährlichkeit des Hausbocks ist der Befall in manchen Bundesländern meldepflichtig.

Hausheiligen-Nische

Definition folgt.

Hausschwamm

Zu den gefährlichsten pflanzlichen Holzschädlingen zählt der Echte Hausschwamm (Serpula lacrimans). Er befällt bebautes Holz, vor allem wenn dies (partiell) erhöhter Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Die Bekämpfung ist schwierig, unter anderem weil der Pilz in der Lage ist, anorganisches Material wie Putz und Mauerwerk zu überwachsen bzw. zu durchdringen. Der Befall mit Echtem Hausschwamm ist in manchen Bundesländern meldepflichtig.

Haussegen

Definition folgt.

Hauszeichen

Definition folgt.

Herstellungskosten

Im Gegensatz zum Erhaltungsaufwand sind unter Herstellungskosten Aufwendungen zu verstehen, die entsprechend der rechtlichen Definition in § 255 (2) HGB über die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands eines Gebäudes hinausgehen und zu einer wesentlichen Verbesserung führen. Bei grundlegenden Sanierungen von Denkmalimmobilien wird üblicherweise von Herstellungskosten ausgegangen, die über einen längeren Zeitraum steuerlich geltend gemacht werden können.

Holzverkleidung

Der Ausdruck Verkleidung bezeichnet die Ausstattung mit einer Umhüllung zu verschiedenen Zwecken. Holzverkleidung = Belag von Wänden oder Böden mit Holz (Nut und Feder, Dielen, Parkett etc.)

Quelle: Wikipedia.de

Holzverschalung

Eine Schalung, auch Verschalung, ist eine flächige Konstruktion aus Brettern, die dauerhaft zur Verkleidung von Konstruktionen gedacht ist.

Quelle: Wikipedia.de

Holzwurm

Beim Holzwurm handelt es sich tatsächlich um den Gemeinen Nagekäfer (Anobium punctatum), dessen holzfressende Larven vom Volksmund als Holzwurm bezeichnet werden.

Horizontalsperre

Eine Horizontalsperre oder Horizontalabdichtung hindert Bodenfeuchtigkeit daran, im Mauerwerk kapillar (z. B. in engen Röhren, Spalten oder Hohlräumen) aufzusteigen. In Neubauten wird standardmäßig eine Horizontalsperre eingebaut, in älteren Bauwerken ist sie jedoch häufig undicht oder gar nicht vorhanden.

Typen von Horizontalsperren

Es werden grundsätzlich drei Verfahren unterschieden: die mechanischen, die chemischen und die elektrophysikalischen Verfahren.

  • Bei der mechanischen Horizontalabdichtung werden mechanische Sperren z. B. aus Mauerpappe, Edelstahlblechen, Kunststoffplatten und Folien über den ganzen Mauerwerksquerschnitt eingebracht, um die Ausbreitung des Wassers zu verhindern. Diese werden meistens schon in der Bauphase eingebracht.
  • Bei der chemischen Horizontalabdichtung wird durch Injektionsverfahren geeignete Stoffe in das Mauerwerk nachträglich eingebracht und so die Feuchtigkeitsausbreitung gemindert.
  • Bei der elektrophysikalischen Entfeuchtung wird aufgrund des Prinzips der Elektroosmose versucht, die Feuchtigkeitswirkungen im Mauerwerk zu verhindern. Ihre Wirkung ist umstritten.

Ausführung bei Neubauten

Als Horizontalsperre kommen meistens Bitumenbahnen oder dicke Folien zum Einsatz. Diese müssen auf einer glatten Unterlage (beispielsweise einer Mörtelschicht) verlegt werden; es ist darauf zu achten, dass sich die Bahnen an den Stößen ausreichend überlappen. Bei unterkellerten Gebäuden werden oft zwei oder drei Horizontalsperren angebracht: die erste auf dem Fundament und die oberste oberhalb des Erdreichs (unterhalb der Kellerdecke), sodass Spritzwasser nur unterhalb dieser Sperre auf die Wand auftreffen kann.

Undichte Horizontalsperre

Eine undichte Horizontalsperre führt zu kapillar aufsteigender Feuchtigkeit im Mauerwerk. Diese wiederum bringt Feuchtigkeitsschäden wie Schimmelpilz- oder Schwammbefall und ähnliches mit sich. Des Weiteren nimmt mit zunehmender Feuchte die Wärmeleitfähigkeit zu (die Wärmedämmung wird schlechter). Durch die niedrigere Wandtemperatur kann es im Winter zur Kondensation an der Wand und somit zu einem weiteren Ansteigen der Durchfeuchtung kommen.

Quelle und ausführliche weiterführende Informationen zur Installation nachträglicher Horizontalsperren: wikipedia.de

 

Impulsprojekt

Definition folgt.

Kalkfarben

Die Anwendung von Kalkfarben war früher weit verbreitet. Sie gerieten dann in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend in Vergessenheit und wurden erst vor einigen Jahren „wiederentdeckt". In der klassischen Denkmalpflege wird teilweise noch mit eingesumpftem Kalk gearbeitet, mit dem der Maler sich seine Kalktünche selbst ansetzt. Um eine deckende Oberfläche zu bekommen sind mindestens drei Aufträge erforderlich. Anwendungsfertige Kalkfarben enthalten dagegen zusätzlich mineralische Füllstoffe sowie Weißpigmente und weisen dadurch ein gutes Deckvermögen auf.
Bei der Außenanwendung ist zu beachten, dass der Erhärtungsvorgang der Kalkfarben, die Karbonatisierung, durch ungünstige Wetterbedingungen empfindlich gestört werden kann. Deshalb sollten Kalkfarben nicht bei Temperaturen unterhalb von zehn Grad Celsius verarbeitet werden. Auch sommerliche Hitze ist ungünstig, weil dabei der Kalkanstrich „aufbrennen" kann. Als Folge davon kreidet die Oberfläche stark und wittert vorzeitig ab.

Quelle: malerblatt.de

Keramikverkleidung

Der Ausdruck Verkleidung bezeichnet die Ausstattung mit einer Umhüllung zu verschiedenen Zwecken. Keramikverkleidung = Belag von Wänden oder Böden mit Fließen.

Quelle: Wikipedia.de

 

Kernsanierung

Bei der Kernsanierung wird das Gebäude bis auf die tragenden Strukturen, wie Fundamente, tragende Wände und Decken, zurückgebaut. Ziel ist die Wiederherstellung der eigentlichen Bausubstanz, indem alle An- und Umbauten, die im Laufe der Zeit vorgenommen wurden, entfernt werden.

Kieselsol-Silikatfarben

Bei den Kieselsol-Silikatfarben handelt es sich um eine Weiterentwicklung der Dispersions-Silikatfarben. Kieselsol ist ein neuartiges silikatisches Bindemittel. Es wird in Kombination mit Kaliwasserglas oder auch mit Lithiumwasserglas eingesetzt. Dadurch konnte das Anwendungsspektrum erweitert werden. Denn Kieselsol-Silikatfarben eignen sich sowohl für mineralische Untergründe als auch für die Überarbeitung von alten Dispersionsfarben. Weiterhin zeichnen sie sich durch ihre vergleichsweise einfache Handhabung aus, insbesondere bei farbigen Beschichtungen.

Quelle: malerblatt.de

Kragdach/-vordach

Definition folgt.

Kunststoffelemente

Definition folgt.

Ladeneinbauten

Definition folgt.

Ladeneingangstür

Definition folgt.

Leinöl

Reines Pflanzenöl. gewonnen aus Leinsamen, den reifen Samen von Flachs (Öllein). Leinöl wird seit Jahrhunderten als natürlicher Holzschutz verwendet. Im Zuge Denkmalpflege wurde der in Vergessenheit geratene Anstrich wiederentdeckt und als kalt gepresstes rohes Leinöl zur diffusionsoffenen Holzimprägnierung insbesondere im Außenbereich eingesetzt. Gekochtes Leinöl ist die Basis hochwertiger Leinölfarben. Leinöl kommt mittlerweile auch beim Schutz von Metall, Putz, Stuck, Mauerwerk und Terrakotta zum Einsatz.

Leinölfarben

Leinölfarben sind das klassische Anstrichmittel für Holzflächen. Sie erfreuen sich bei Denkmalpflegern und bei Naturfarbenanhängern großer Beliebtheit. Leinöl ist ein sogenanntes trocknendes Öl, das durch die Aufnahme von Sauerstoff erhärtet. Reines Leinöl trocknet jedoch sehr langsam und ist deswegen als Bindemittel eher ungeeignet. Für die Herstellung von Leinölfarben verwendet man deswegen mit Trockenstoffen (Sikkativen) versetztes Leinöl oder Leinölfirnis. Aber auch sikkativiertes Leinöl erhärtet im Vergleich zu modernen Lackbindemitteln immer noch wesentlich langsamer und ist daher nicht für jede Anwendung geeignet. Ein typisches Einsatzgebiet ist die Beschichtung von nicht maßhaltigen Holzbauteilen wie Fachwerk und Holzverkleidungen. Leinölfarben sollten bei der Außenanwendung ausreichend pigmentiert sein, weil ihr Bindemittel vergleichsweise gering UV-beständig ist. Deckende Leinölfarben sind wetterbeständig. Ihre anfangs meist seidenglänzende Oberfläche wird durch Einfluss der Witterung allmählich matt, was bei denkmalgeschützten Gebäuden auch gewünscht ist. Alte, verwitterte Leinölbeschichtungen lassen sich gut schleifen und sind deswegen einfach zu renovieren. Beim Einsatz im Innenbereich sollte man darauf hinweisen, dass weiße Leinölbeschichtungen bei geringem Lichteinfall vergilben.

Quelle: malerblatt.de

Lisenen

Die Lisene (von frz. lisière „Saum“, „Rand“‚ „Kante“), auch Mauerblende, ist im Bauwesen eine schmale und leicht hervortretende vertikale Verstärkung der Wand.

Quelle: Wikipedia.de

Lochfassade

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Mauerpfeiler

Definition folgt.

Mauerwerksabdichtung

Abdichtverfahren (Mauerwerksabdichtung)

  • aktive Verfahren, bei denen die Abdichtung auf der Seite erfolgt, auf der Wasser in die Mauer eindringt, damit wird verhindert, dass Wasser oder Feuchte „aktiv“ in die Mauer eindringt, beispielsweise
    • Hydrophobierung
    • Horizontalsperre
    • Injektionsverfahren
    • Kapillarbrechende Schicht
    • Dichtschlämme
    • vorbeugende Imprägnierung von Baustoffen
    • wasserundurchlässige Bauwerke („Weiße Wanne“, „Schwarze Wanne“, „Braune Wanne“, „K-Wanne“)
  • passive Verfahren, bei denen die Abdichtung auf jener Seite erfolgt, die der Seite an der Wasser in die Mauer eindringt gegenüberliegt, wenn das Wasser schon eingedrungen ist
    • Hydrophobierung

Quelle und weiterführende Informationen: wikipedia.de

Mauerwerksmassivbau

Definition folgt.

Mauerwerkstrockenlegung

Unter einer Mauer(werks)trockenlegung versteht man alle Maßnahmen zur Entfernung von eingedrungener Feuchtigkeit in Mauerwerk einschließlich Maßnahmen zur Verhinderung der Feuchtigkeitsaufnahme durch Methoden der Bauwerksabdichtung, wobei die Feuchtigkeit entweder als Flüssigkeit oder als Dampf aufgenommen wird (wovon die Gegenmaßnahme abhängt).

Feuchtigkeitsaufnahme

  • Aufnahme in flüssiger Form
    • Bodenwässer (Grundwasser und Sickerwasser)
    • Regen- und Spritzwasser oder Wassereinwirkung durch Schlagregen
    • kapillarer Feuchtigkeitstransport
    • Wassereindringen von oben (Infiltration)
    • vagabundierendes Wasser aus undichten Leitungen
  • dampfförmig:
    • durch Kondensation
    • hygroskopische Wasseraufnahme
    • Adsorption und Absorption mit Diffusion der Luftfeuchte (siehe auch Diffusionswiderstand)
    • Kondensation in Kapillaren (Kapillarkondensation)
    • Einpressung feuchter Luft durch Windlasten
  • wandinhärente (anhaftende) Feuchtigkeit
    • durch den Bauprozess in die Bausubstanz eingebrachtes Wasser (Baufeuchtigkeit), sowohl überschüssiges Mörtel­wasser als auch durch Abbindevorgänge frei gewordenes Wasser oder wenn die Baustoffe bei feuchter Lagerung Wasser aufgenommen haben.

Trocknungsverfahren

Trocknungsverfahren sind beispielsweise:

  • Mauertrocknung durch Hydrophobierung
  • Mauertrocknung durch Adsorption
  • Kondensationstrocknung
  • Trocknung durch Aufstellen von mobilen Heizgeräten
  • Bauwerkstrocknung mit Infrarot-Funktionskeramik, Durchtrocknung bis zu 1 m Wandstärke möglich. (Infrarot A-Welle)
  • Luftumschlag durch Ventilatoren
  • Stoßlüften und Trockenheizen (durch Stoßlüften wird kalte trockene Luft von außen in den feuchten Bau geleitet), dabei muss verhindert werden, dass weitere Feuchtigkeit aufgenommen wird.
  • Vermeiden der Austrocknungsverhinderung von Baukörpern, also Austrocknung bevor Bodenbeläge oder Fassadenverkleidungen angebracht werden
  • Ausheizen
    • Elektrophysikalische Mauertrockenlegung

Quelle und weiterführende Infos zur Mauertrockenlegung: wikipedia.de

Metallverkleidungen

Definition folgt.

Miteigentumsanteile

Zu jeder Wohnung gehört ein - je nach Wohnungsgröße unterschiedlich bemessener - Miteigentumsanteil am Gemeinschaftseigentum. Entsprechend der Höhe dieses Miteigentumanteils in der Wohungseigentümergemeinschaft ist der Eigentümer an den zu tragenden Kosten beteiligt. Unabhängig davon sind alle Wohungseigentümer bei der Nutzung des gemeinschaftlichen Eigentums gleichberechtigt.

Modernisierung

Definition folgt.

Naturstein

Definition folgt.

Neobarock

Definition folgt.

Neogotik/Neugotik

Definition folgt.

Neoklassizismus

Definition folgt.

Ortsbildprägend

Definition folgt.

Ortgangprofil/-gang

Definition folgt.

Pilaster
Beispiel von Pilastern am County Courthouse in Springfield, Ohio (USA)

Ein Pilaster (von lateinisch pila ‚Pfeiler‘) ist ein pfeilerartiges Formelement der Architektur.

Tragender und Blendpfeiler

Der Pilaster ist ein in den Mauerverbund eingearbeiteter Teilpfeiler, der auch als Wandpfeiler bezeichnet wird. Er kann tragende statische Funktion haben, muss diese aber nicht besitzen. Ähnlich wie die Halb- oder Blendsäule kann der Pilaster ein Element der Scheinarchitektur in Putz und Stuck sein. Selten findet sich dann der deutsche Ausdruck Reliefpfeiler, dessen vornehmlicher architektonischer Zweck die vertikale Gliederung von Außen- oder Innenwandflächen ist. Im Gegensatz zur Lisene hat er Basis, Kapitell oder Kämpfer.

Eine besondere Form ist der Hermenpilaster, dessen Schaft sich wie bei einer Herme nach unten verjüngt.

Abbildung: Von No machine-readable author provided. Tysto assumed (based on copyright claims). - No machine-readable source provided. Own work assumed (based on copyright claims)., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=404591

Putz

Definition folgt.

Putzarten

Definition folgt.

Putzbehandlung

Definition folgt.

Putzfaschen

Definition folgt.

Putzgliederung

Definition folgt.

Renovierung

Maßnahmen zur Instandsetzung von Bauwerken. Schäden aufgrund von Abnutzung durch den gewöhnlichen Gebrauch werden so beseitigt und die volle Nutzbarkeit wiederhergestellt. Renovierung ist weniger weitreichend als die Sanierung, sie sichert allenfalls den Werterhalt.

Restaurierung

Alle Arbeiten zur Wiederherstellung, insbesondere mit dem Ziel, das Objekt nach Möglichkeit wieder in einen dem Ursprungszustand mindestens sehr ähnlichen Zustand zu versetzen, ohne dabei vie Neues hinzuzufügen.

Risalit
Beispiel für Mittel- und Eck-Risaliten am Osteiner Hof in Mainz

Der Risalit (ital. risalto, „Vorsprung“), auch Avantcorps[1] oder Avant-corps,[2][3] ist ein zumeist auf ganzer Höhe aus der Fluchtlinie eines Baukörpers hervorspringender Gebäudeteil. Als Mittel zur Fassadengliederung ist er ein typisches Gestaltungsmittel der Architektur des Barocks und der Renaissance, tritt jedoch auch in anderen Epochen auf.

Steht der Risalit mittig in der Fassade, wird er als Mittelrisalit bezeichnet, ist er außermittig zu einer Seite verrückt, ist es ein Seitenrisalit. Münden zwei rechtwinkelig zueinander verlaufende Flügel in einen Risaliten, spricht man von einem Eckrisalit.

Der Begriff Risalit kann auch mit Funktionen kombiniert werden: So gibt es den Eingangsrisalit (in dem sich der Eingang befindet) oder einen Torrisalit (in dem sich ein Tor befindet oder durch den eine Tordurchfahrt hindurchführt).

Die gegenüber der Fassadenfront des Risalits zurücktretende Fassade der eigentlichen Fluchtlinie des Baukörpers nennt man Rücklage oder Arrierecorps.[4]

Von französisch avant corps, „vor dem Baukörper“.
Auch Arrière-corps, von französisch arrière corps, „hinter dem Baukörper“.

Quelle: wikipedia.de

Foto: Von Berthold Werner - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=21089516

Sandstein

Definition folgt.

Sanierputz

Sanierputze sind wasserwabweisend und gleichzeitig diffusionsoffen. Sie lassen Feuchtigkeit, die in der Wand enthalten ist, ausdiffundieren und lagern dabei wasserlösliche Mauersalze schadfrei im Putz ab.

Sanierung

Durchgreifende Reparatur oder Erneuerung von Bauteilen, Gebäudeabschnitten oder des gesamten Bauwerks. Bei Gebäuden, die vor dem Zweiten Weltkrieg errichtet wurden, spricht man auch von Altbausanierung.

Sanierungsgebiet

Ein fest umrissenes Gebiet, in dem eine Kommune eine "städtebauliche Maßnahme" zur Behebung städtebaulicher Missstände durchführt, wobei die einheitliche Vorbereitung und zügige Durchführung im öffentlichen Interesse liegen muss. Für das Sanierungsgebiet gelten dieselben Steuervorteile wie für Baudenkmale.

Sanierungsträger

Sanierungsträger oder Entwicklungsträger werden zur Erfüllung der Aufgaben der Gemeinden für die Planung und Durchführung von städtebaulichen Gesamtmaßnahmen von den Kommunen bestellt.

Scheibenformat

Definition folgt.

Silikatfarben

Die VOB DIN 18363 unterteilt zwischen Silikatfarben und Dispersions-Silikatfarben. Die klassischen, zweikomponentigen Silikatfarben bestehen aus dem Bindemittel Kaliwasserglas und Pigmenten. Organische Zusätze sind nicht zulässig. Es handelt sich um eine traditionelle Anstrichtechnik, bei der die beiden Komponenten zunächst vom Maler angerührt werden müssen. Die Verarbeitung ist aufwendiger als bei modernen Fassadenfarben. Deshalb werden die klassischen Silikatfarben heute fast ausschließlich nur noch im Bereich der Denkmalpflege verarbeitet.
Silikatfarben erhärten durch Verkieselung. Bei diesem Vorgang verbindet sich die Beschichtung dauerhaft mit mineralischen Untergründen. Alte Dispersionsfarbe ist dagegen nicht verkieselungsfähig und muss daher vor der Neubeschichtung entfernt werden. Reine Silikatbeschichtungen sind wassersaugend, was vor allem bei farbigen Beschichtungen nach Beregnung leicht erkennbar ist. Die aufgenommene Feuchtigkeit kann allerdings aufgrund der offenporigen Struktur rasch wieder austrocknen. Silikatfarben und Dispersions-Silikatfarben sind alkalisch und können deswegen nur mit alkalistabilen, anorganischen Pigmenten abgetönt werden. Diese Pigmente sind hoch UV-beständig, weisen allerdings ein eingeschränktes, für die Bedürfnisse der Denkmalpflege jedoch meist ausreichend großes Farbspektrum auf. Farbige Silikatanstriche bilden meist eine changierende Oberfläche aus, die an historischen Fassaden in der Regel erwünscht ist.

Quelle: malerblatt.de

Sockel

Definition folgt.

Sockelverkleidungen

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Sohlbankgesims

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Sonderabschreibung

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Sondereigentum

Alle zur Wohnung gehörenden Räume, vor allem Innenbereiche, stehen im Sondereigentum des jeweiligen Wohnungsinhabers. Daneben kann mit dem Sondereigentum an einer Wohnung auch das Recht zur alleinigen Nutzung von Terrassen- und Gartenflächen oder von oberirdischen Pkw-Stellplätzen verbunden sein (Sondernutzungsrecht).

Sonnenschutz

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Steinsorte(n)

"Steinsorte" wird als übergeordneter Begriff zum Beispiel für Ziegel, Kalksandstein und Leichtbeton verwendet.
"Steinart" dagegen bezeichnet die Ausprägung eines Steines, z. B. Vollstein, Lochstein, Blockstein, Fassadenstein ...

Stengern

Definition folgt.

Teilungserklärung

In der Teilungserklärung ist geregelt, welche Bereiche einer Wohnanlage zum "Sondereigentum" bzw. zum "Gemeinschaftseigentum" gehören. Auch die Miteigentumsanteile werden festgelegt.

Traufprofil

Definition folgt.

Verglasung

ist das Verschließen einer Fassadenöffnung (z. B. Fenster, Tür) mit Glas, z. B. Brandschutzglas, Sichtschutzglas, Sonnenschutzglas ...

Werbepylone
Beispiel einer Werbepylone

Bei Werbepylonen handelt sich um bis 5 m hohe, mit Logos oder Großbuchstaben versehene Stelen bzw. 5 m bis über 15 m hohe Säulen (z.B. aus Schleuderbeton). Diese sind häufig aufgeständert und oftmals nachts beleuchtet, vergleichbar zu illustrierten Tafeln (Werbemasten).

Abb.: Von Genet aus der deutschsprachigen Wikipedia, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16116694; https://de.wikipedia.org/wiki/Werbepylon#/media/File:Bad_Schwartau_-_Schwartau_Werbeturm.JPG

Werk- und Kunststeine

Folgende Steinsorten sind künstlich hergestellt:

  • Mauerziegel
  • Kalksandsteine
  • Porenbetonsteine
  • Normalbetonsteine
  • Leichtbetonsteine
  • Hüttensteine

Quelle: baunetzwissen.de

Wohnungseigentümergemeinschaft

Jeder Wohnungsinhaber ist Mitglied der Wohnungseigentümergemeinschaft, die zusammen mit dem Verwalter Grundstück und Gebäude verwaltet.

Wohnungseigentümerversammlung

Oberstes Verwaltungsorgan der Wohnungseigentümergemeinschaft. Die Wohnungseigentümerversammlung findet mindestens einmal jährlich statt. Sie entscheidet i. d. R. durch Mehrheitsbeschluss über gemeinschaftliche Belange, wie Wahl des Vertreters, die Hausordnung und die Höhe des Wohngeldes

Zementverbundplatten

Zementverbundplatten finden ihre Anwendung bei der Verkleidung von Fassaden, aber auch im Innenausbau.

Die Liste der Fachbegriffe wird sukzessive erweitert.

Quellen/Literaturnachweis:
"Denkmalsanierung" - Jahresmagazin aus dem Laible Verlag, 6. Jahrgang
Online-Enzyklopädie Wikipedia.de
Baunetzwissen.de
Duden.de