Das Veldener Ensemble

Das Ensemble umfasst den Marktplatz, eine mittelalterliche, von Norden nach Süden ansteigende Straßenplatzanlage, die in ihrer Mitte in scharfem, rechtwinkligem Haken nach Osten abknickt. Die innere, den Fuß des Kirchhügels umschließende Häuserzeile des Straßenwinkels erhebt sich über deutlich höherem Geländeniveau als die äußere; den Ausgleich stellt ein mit Bäumen bepflanzter Grünzug her, der dem Straßenzug einen angerartigen Charakter verleiht. Velden, in karolingischer Zeit bereits ein zentraler Ort, entwickelte sich unter der von 903 bis 1803 währenden Herrschaft des Hochstifts Regensburg zum Marktort. Die Bebauung ist überwiegend geschlossener Art. Es handelt sich meist um Wohn- und Geschäftshäuser sowie Brauereigasthöfe, die nach dem Stadtbrand von 1862 neu entstanden sind, oder ihre äußere Form erhalten haben. Die Bauten besitzen verputzte Fronten, ein Teil der Fassaden trägt Gliederungen und Verzierungen in Formen der Neugotik, der Neurenaissance und des Neubarock. Die verschiedenen Dachformen und Giebelabschlüsse lassen ein lebendiges Straßenbild entstehen. Die Gelenkstelle der beiden Markthälften wird durch das kleine, neugotische Rathaus akzentuiert. An die ältere Bebauungsart vor dem Brand von 1862 erinnert noch eine Gruppe von kleinen Häusern mit vorstehenden Flachsatteldächern bei der alten Schmiede am Marktplatz 7.

Quelle: BayernAtlas

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Veldener Ensemble mit Einzeldenkmälern

Welche Immobilien unterliegen dem "Ensembleschutz"?

Ist eine Immobilie als Einzeldenkmal geschützt, so betrifft dieser Schutz das gesamte Gebäude, außen wie innen. Es kann aber auch sein, dass die Immobilie zwar kein Einzeldenkmal ist, aber zu einem erhaltenswerten Ensemble gehört und somit dem sogenannten Ensembleschutz unterliegt,der sich nur auf die äußere Erscheinung bezieht. Ein Ensemble im Sinne des Denkmalschutzes besteht aus mehreren Objekten, wie etwa Gebäuden, Straßen, Brücken, Plätzen oder Wasserflächen, die in ihrer Gesamtheit als erhaltenswert betrachtet werden. Dabei kann es sich beispielsweise um einen Straßenzug oder einen Platz handeln, aber auch um ganze Siedlungen, Stadtviertel, eine historische Altstadt oder sogar ein komplettes Dorf.
Solche Ensembles haben in der Regel einen einzigartigen, unverwechselbaren Charakter, der in den meisten Fällen historisch gewachsen ist. Eine Anlage, die dem Ensembleschutz unterliegt, kann aus Einzeldenkmalen bestehen oder solche enthalten. Das muss aber nicht der Fall sein.

Quelle: www.das-baudenkmal.tv

Was müssen Eigentümer beachten?

Unterliegt die Immobilie ausschließlich dem Ensembleschutz, sind nur Baumaßnahmen genehmigungspflichtig, die das Äußere des Gebäudes betreffen. Dazu gehören beispielsweise das Neuverputzen oder Streichen der Fassade, Dachdeckerarbeiten, Außenwärmedämmung, die Erneuerung von Schornsteinen, das Auswechseln von Fenstern und Türen und selbst die Änderung der Einfriedung. Der Anbau von Nebengebäuden, Terrassen, Balkonen und Vordächern ist in vielen Fällen nicht möglich, auch das Anbringen von Solar- oder Satellitenanlagen wird oft nicht genehmigt. Auch beim Ensembleschutz bringen die von der Denkmalschutzbehörde genehmigten Arbeiten steuerliche Vorteile. Da jedoch Baumaßnahmen im Inneren keiner
Genehmigung bedürfen, werden diese auch nicht steuerlich gefördert.

Quelle: www.das-baudenkmal.tv