Lebensraum an 365 Tagen im Jahr

Einmal im Jahr zur Volksfestzeit tobt auf dem Festplatz an der Landshuter Straße das Leben - dann herrscht Ausnahmezustand in jeder Beziehung, Lichter strahlen um die Wette, Musik erklingt und der Duft unterschiedlichster Schmankerl liegt in der Luft. Doch wenn mit dem traditionellen politischen Abend das Festzelt ausgekehrt und die Buden und Fahrgeschäfte den Platz wieder geräumt haben, nimmt der Platz wieder die traurige Gestalt eines brachliegenden Geländes an.

Raum-Verschwendung. Sagen Ortsentwickler und Bürger, die konkrete Vorstellungen davon haben, was auf dem Volksfestplatz unterm Jahr passieren könnte. So könnten, ohne großen Aufwand, beispielsweise Spielflächen für Boccia und Großfiguren-Schach geschaffen oder auch eine fahrbare Tribüne für Kinovorführungen oder das Public Viewing von Sportereignissen ihre Heimat finden. Tische und Bänke zum Picknicken, Lesen und Ratschen und dazu eine mobile Begrünung, vielleicht sogar eine kleiner Fahrradparcours für die Verkehrserziehung der Kinder - die Wunschliste ist lang und der Fantasie so gut wie keine Grenzen gesetzt.

Dass vielleicht nicht jede Maßnahme mit Mitteln der Ortsentwicklung finanziert werden kann, sollte dabei eine untergeordnete Rolle spielen. Mit modernen Möglichkeiten des Spendensammelns wie Crowdfunding, die Einrichtung eines Projektfonds oder auch durch die Gründung von Bürgergenossenschaften lassen sich Wünsche ebenso erfüllen wie mit staatlichen Zuschüssen.